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18. April 2008

Sushi in Nagoya

In Nagoya war es das erste mal Zeit, Sushi in Japan zu geniessen. Ich bin von Shopping Mall zu Shopping Mall gewandert in der Innenstadt, und war auf der Suche nach einem Sushi Restaurat. Tatsächlich braucht man als Tourist keine Sorge zu haben, dass man die Speisekarte nicht lesen kann, denn überall sind sämtliche Gerichte der Karte im Schaufenster ausgestellt. Kein Wunder, dass die Herstellung von Nahrungsmittelimitaten in Japan boomt.


Ich setzte mich somit in ein Sushi Laden und bestellte eine Portion „Tagesangebot“ zum günstigen Kurs von ¥1.350. Die Bedienung machte mir klar, dass das Tagesangebot leider schon aus sei (das ging noch relativ schnell), sie mir aber das erweiterte Tagesangebot mit Sashimi und Tempura anbieten könne, für nur ¥1.800. Obwohl das ganze sehr lecker aussah, war es mir einfach zuviel. Lange haben wir beide mit allen erdenklichen Formen des menschlichen Ausdrucks darum gekämpft, dass ich das erweiterte Tagesangebot ohne Tempura erhalte. Sie wollte mir noch ein paar extra Stücke Sushi oder Sashimi andrehen, doch ich lehnte dankbar jedes Angebot ab. Das hat sie offensichtlich verwirrt. Letztendlich habe ich aber mein reduziertes, erweitertes Tagesangebot erhalten. Am Preis hat sich nichts geändert, aber ich habe mindestens ein zusätzliches Lächeln von der Bedienung erhalten. Das war es dann schon wert.

Lost in Nagoya

Ich weiß nicht warum, aber manchmal erkennt man Touristen auf den ersten Blick als solche. ;) Viele Grüße an die nette junge Dame aus München, von der ich leider den Namen nicht erfahren habe. Viel Erfolg auf deiner Südostasienreise.

17. April 2008

Eindrücke aus Nagoya

Unkommentiert einige Eindrücke vom Hauptbahnhof Nagoyas. Diese Aufnahmen sind nicht während der Rush Hour gemacht worden. In die Rush Hour stürze ich mich erst, wenn ich dafür bereit bin.



Begegnung in der Ubahn

Nagoya ist eine vergleichbar übersichtliche Stadt. Die Tatsache, dass die Expo im Jahre 2005 in Nagoya stattfand, hat zu einer verstärkten englischen Beschilderung geführt. Man findet somit zwar die richtigen Linie und den richtgen Bahnsteig, doch spätestens vor dem Ticketautomaten steht man recht hilflos. Um mich herum wuselten dutzende von Japanern an den zu hauf parallel stehenden Ticketautomaten vorbei. Doch meine Verzweiflung interessierte keinen der Anwesenden. Durch aufmerksames Beobachten der Einheimischen und dem Kombinieren aller mir zur Verfügung stehenden Informationen, konnte ich aber doch noch herausfinden, dass ich ¥200 in den Automaten stecken muss, um mein Ticket nach Sakae zu bekommen.



Stolz stand ich nun mit meinem Ticket in der Hand an der Kreuzung, an der man sich für die Higashiyama oder Sakura-dori Linie entscheiden muss. Meine Selbstzufriedenheit war offensichtlich deutlich sichtbar, löste sich doch ein Tourist mit hilfesuchendem Blick aus der Menge und steuerte auf mich zu. Sichtlich erleichtert, dass ich dem Englischen mächtig bin, fragte er mich, ob ich verstehen würde, wie diese Maschinen dort funktionieren. Ich schilderte mein begrenztes Verständnis, doch der andere Reisende, vermutlich ebenfalls ein Europäer, meinte, er wolle ein Tagesticket kaufen. Er wisse zwar, dass es ¥890 kosten würde, doch wie er es erhalten könne, sei ihm vollkommen schleierhaft. Leider konnte ich ihm damit auch nicht helfen. Ich war froh, mein ¥200 Ticket in der Hand zu haben. Meinen Ratschlag einmal die Information aufzusuchen, war er natürlich bereits vor unserer Zusammenkunft gefolgt. Lediglich gebracht hat es ihm nichts, niemand dort sprach ein Wort Englisch.